Duroc – Informatives zu Rasse und Fleisch

Duroc

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht mitbekommen, dass ich vor Kurzem Fleisch vom Duroc gekauft habe. Was diese Schweinerasse sowie ihr Fleisch besonders macht, in diesem Beitrag erklärt.

Rasse und Herkunft

Während das Ibérico-Schwein in Spanien und Portugal zu Hause ist, lässt sich die Schweinerasse Duroc auf die USA zurückführen. Wobei der genaue Ursprung unbekannt ist. Fest steht, dass die moderne Rasse vor etwa 190 Jahren aus Kreuzungen alter Durocs aus dem Bundesstaat New York, Roten Jersey-Schweinen und iberischen Schweinen aus Spanien entstanden ist.

Besonderheiten beim Duroc

Die besonders zutrauliche und robuste Rasse ist eine ältere Version der Hausschweine und zeichnet sich folgendermaßen aus:

  • Fell: Rot-Braun bis Gelb
  • Körperbau: Muskulös
  • Gewicht: ca. 300 bis 350 kg bei ausgewachsenen Tieren
  • Besondere Merkmale: Schlappohren

Duroc-Fleisch und seine Vorzüge

Das Fleisch von Durocs ist für einen leckeren Geschmack und seine Zartheit bekannt. Das Muskelfleisch weist reichlich intramuskuläres Fett (feine Marmorierung) auf. Die Vorteile:

  • Das Fleisch liegt beim Braten im eigenen Fett, das Muskelfett schmilzt bei geringer Temperatur und das Ergebnis ist super zart. Die besondere Maserung ist auch unter Grillmeistern gefragt.
  • Das Fleisch behält beim Grillen seine Zartheit und seinen Geschmack.
  • Ein gutes Salz genügt und das Grillfleisch ist verzehrfertig.

Fleisch von Duroc-Schweinen verspricht Hochgenuss, bei feinem Aroma – sowohl vom Grill als auch aus schweren Pfannen. Grillplatten eignen sich neben Pfannen bestens für die Zubereitung.

  • Gut zu wissen: Intramuskuläres Fett – kurz IMF – ist elementar, wenn es um Aroma, Saftigkeit und Zartheit von Fleisch geht.

Kosten und Quellen

Kaufen könnt ihr zum Beispiel Filets, Schweinenacken oder eben die Duroc-Rippe, wie ich sie mir gegönnt habe : ) Die Preise hängen vom Teilstück ab und natürlich auch vom Anbieter sowie der Haltung. 15 Euro pro Kilogramm solltet ihr aber mindestens rechnen.

Wer sich mit den KCBS (Kansas City Barbeque Society) Meisterschaften beschäftigt, wird den Begriff „Boston Butt“ kennen – der sogenannte Schweinekamm und ein Teil der Schweineschulter. Für ein solches Stück von rund sechs Kilogramm können über 180 Euro anfallen.

Ebenfalls positiv: Weil Durocs aufgrund ihres hohen Fettgehalts kaum in industriellen Zuchtanlagen leben, sondern auf Weiden, handelt es sich bei den meisten Angeboten um Fleisch aus Freilandhaltung. Fragt am besten zunächst bei regionalen Metzgereien nach Duroc-Fleisch. Womöglich ist der nächste Bauernhof mit Duroc-Haltung nicht weit. Und falls nicht, gibt es einige Anbieter, die ihr Fleisch dank Isolierverpackungen auch versenden.

Was ist besser – Duroc oder Ibérico?

Besser ist immer eine Frage des Geschmacks. Mögt ihr es intensiver, seid ihr mit Fleisch vom Ibérico-Schwein gut beraten. Bevorzugt ihr weiches Fleisch, kann wiederum Duroc von Vorteil sein, denn es begeistert mit butterweicher Konsistenz. Auch beim Geruch gibt es Unterschiede, wie Diplom Fleischsommelier Franz zu seiner Spontanverkostung der beiden Sorten erklärt: Ibérico riecht, wie es schmeckt: würzig nussig, Duroc ist unauffälliger.

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