Warenkunde Knoblauch – Informatives zu Sorten und Verarbeitung

Knoblauch

Knoblauch ist in der Küche vielfältig verwendbar. Auch beim Grillen ist die Gewürzpflanze unverzichtbar. Heute gibt´s von mir Informationen rund um Allium sativum (botanischer Name) und Tipps zum richtigen Umgang damit.

Anbau und Sorten

Knoblauch gehört zur Unterfamilie der Lauchgewächse und ist heute weltweit erhältlich. In der Küche findet die Zwiebel der krautigen Pflanze Verwendung. Die Teilzwiebeln werden Zehen genannt. Die Zwiebel wächst in der Erde und produziert zwischen ca. 10 und 20 Zehen. Erntezeit ist zwischen Juni und September.

Gängige Sorten sind unter anderem:

  • Deutscher Porzellan: Ein Urknoblauch mit herrlich intensivem Aroma. Die Sorte gilt als pflegeleicht, robust und winterhart.
  • Chledor: Diese altbewährte Sorte zeichnet sich durch starke Würzkraft aus. Sie ist weiß, haltbar und wächst langsam.
  • Arno: Weiße Schale, reiche Ernte, schnelles Wachstum und ein vollmundiger Geschmack prägen diese Sorte.
  • Germidour: Die dekorative Knolle ist violett-weiß gemustert, die Pflanze winterhart und sehr robust gegenüber Viren. Das Aroma ist mild, der Geschmack angenehm würzig.
  • Chinesischer Knoblauch: Vergleichsweise mild. Die Besonderheit: Es gibt keine Zehen. Stattdessen eine Knolle, die sich fix zerkleinern lässt.

Vorteile für die Gesundheit

  • natürlicher Cholesterin- und Blutdrucksenker
  • hilft mit antiviraler und antibakterieller Wirkung gegen Erkältungen
  • kann die Fließeigenschaft des Bluts verbessern
  • mindert Zellschädigungen durch oxidativen Stress
  • neutralisiert krebserregende HCA, die beim Grillen zustande kommen können

Informatives zum schwarzen Knoblauch (fermentiert) könnt ihr beim Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) nachlesen.

Schneiden oder pressen?

Das ist eine Frage des Geschmacks. Geschnittener Knoblauch schmeckt milder, gepresster sorgt für ein intensives Aroma. Für maximale Würzkraft ist es wichtig, dass die Zehen in irgendeiner Form zerkleinert wird, da erst beim Aufbrechen der Zellstruktur die Schwefelverbindung entsteht, die für die Schärfe verantwortlich ist. Wollt ihr es milder, lasst ihr die Knoblauchzehen intakt und röstet sie kurz. Dann aus Pfanne oder Topf nehmen und die übrigen Zutaten hinzufügen. Das Aroma überträgt sich auf das Essen.

Schonend erhitzen

Beim Anbraten ist Vorsicht geboten. Knoblauch verbrennt schnell. Die dabei entstehende Schärfe wird eher als unangenehm empfunden. Deshalb gilt: Nicht zu heiß garen, stattdessen schonend und schnell.

Was ihr mit der Gewürzpflanze alles zaubern könnt, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Anregungen zur Verwendung von Knoblauch beim Grillen gibt´s vorab.

Knoblauch Lagerung

Beim Lagern muss zwischen getrocknetem und frischem Knoblauch unterschieden werden. Getrockneter Knoblauch an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort wie dem Keller aufbewahren! Eine Papiertüte reicht als Verpackung. Frischer Knoblauch ist im Kühlschrank (Gemüsefach) gut aufgehoben, aber nur kurz haltbar.

Mundgeruch?

Knoblauch ist lecker, aber auch schuld an üblem Mundgeruch. Er entsteht durch schwefelhaltige Abbauprodukte. Abhilfe versprechen Pfefferminze und Petersilie. Einfach etwas kauen!

Schutz vor Unheil

Knoblauch hat im Volksglauben einen festen Platz. Früher glaubten die Menschen, das Lauchgewächs könne Dämonen und Vampire fernhalten sowie den unheilbringenden „bösen Blick“ von Menschen mit magischen Kräften abwehren.

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