Pilze sammeln – Tipps und leckere Waldpilze im Überblick – Teil 2

Waldpilze

Nachdem ich im ersten Teil dieser Artikelreihe über die Waldpilze Pfifferling, Steinpilz und Speise-Morchel berichtet habe, geht es heute weiter mit Maronenröhrling und Parasol. Ergänzend habe ich ein paar Tipps für die Zubereitung arrangiert.

Top Speisepilze im Überblick

 

Maronenröhrling

Diese Pilzsorte (auch Marone genannt) beschert vielen Pilzsammlern Freude, weil sie gern in Gruppen wachsen. Nadelwälder sind ihre Heimat – Stellen unter Kiefern und Fichten ihre Lieblingsplätze. Die Röhren sind erst hell, werden dann gelb oder olivgrün. Das Interessante: Übt man Druck aus, nehmen sie blaue Nuancen an. Schnittstellen werden ebenso bläulich. Die Hüte sind braun und bei jungen Pilzen eher halbkugelförmig ­– später werden sie flacher.

Informatives zur Pilzsaison hier zum Nachlesen.

 

Parasol

Der Parasolpilz begeistert Pilz-Fans mit nussigem Geschmack und vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten. Größere Hüte lassen sich zum Beispiel super grillen oder als paniertes „Schnitzel“ braten. Sammler werden mit etwas Glück im Wald oder am Rand von Wegen und Wiesen fündig. Bevorzugt Pilze, dessen Hut wie ein Schirm aufgespannt ist – sie schmecken besonders aromatisch! Ist der Hut geschlossen, handelt es sich um junge Pilze. Parasolpilze können 40 Zentimeter erreichen. Erkennungsmerkmal ist häufig eine schuppenartige Oberflächenstruktur auf Hut und Stiel.

Verwechslungsgefahr: Giftriesenschirmling (giftig, riecht unangenehm)!

 

Gut zu wissen

Ihr habt den Verdacht einer Pilzvergiftung? Dann ist schnelles Handeln ein Muss. Begebt euch sofort ins Krankenhaus beziehungsweise wählt den Notruf! Nehmt Kontakt mit der zuständigen Giftinformationszentrale auf. Ich habe euch hier eine Liste mit Kontaktdaten zu den Giftnotrufzentralen verlinkt, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht hat.

Waldpilze richtig zubereiten

Der Großteil der Waldpilze muss vor dem Verzehr gegart werden, weil sie roh giftig oder zumindest ungenießbar sind. Zur Zubereitung braucht es nicht viel:

  • Grobe Verschmutzungen vorsichtig von den Waldpilzen abbürsten.
  • Die Bürste zum Putzen sollte weich sein, um das Fruchtfleisch zu schonen. Gängige Spülbürsten sind für diesen Zweck nicht geeignet! Besser sind die weichen Gemüsebürsten.
  • Wasser braucht ihr dabei nicht. Im Gegenteil: Beim Waschen verlieren Pilze an Geschmack, sie geben die Feuchtigkeit beim Erhitzen wieder ab. Das verwässert das Ergebnis.
  • Trockene Stielansätze werden abgeschnitten.
  • Kleine Pilze nicht stückeln. Große Exemplare könnt ihr halbieren oder in Scheiben / grobe Würfel schneiden.
  • Pilze im eigenen Saft dünsten – Butterschmalz oder Rapsöl genügen.
  • Allgemein gilt: Damit Pilze nicht matschig werden, lediglich kurz bei hoher Temperatur braten und dabei wenden. Anschließend Temperatur senken und wenige Minuten in der Pfanne oder dem Topf lassen. Dann sind sie fertig und können mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Salz gewürzt und serviert werden.
  • Beim Würzen ist weniger mehr – ihr sollt das Pilzaroma schmecken!
  • Wollt ihr zusätzlich Aroma, könnt ihr eine halbierte Knoblauchzehe mitdünsten.

Generell könnt ihr Pilze kochen, grillen, überbacken, braten oder schmoren. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

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