Pilze sammeln – Tipps und leckere Waldpilze im Überblick – Teil 1

Pilze-sammeln

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht bemerkt, dass ich gern Pilze esse und teilweise selbst sammle. Kürzlich gab es Schnitzel mit Pilz-Rahm-Sauce : ) Falls auch ihr Pilze sammeln wollt, findet ihr nachfolgend Informatives zu gefragten Sorten. Ein gewisses Grundwissen ist wichtig, damit nicht versehentlich Giftpilze im Korb landen.

Achtung Verwechslungsgefahr!

Zunächst ein ganz wichtiger Hinweis: Der Großteil der Speisepilze hat einen giftigen Doppelgänger. Es besteht Verwechslungsgefahr und die kann im Ernstfall tödlich enden. In diesem Beitrag zum Thema Pilzsaison habe ich bereits eine Liste veröffentlicht mit besonders riskanten Giftpilzen. Hochgiftig ist der grüne Knollenblätterpilz, der dem beliebten Waldchampignon ähnlichsieht. In der Übersicht findet ihr außerdem Wissenswertes zur Pilzsaison bestimmter Sorten und den erlaubten Mengen, die ihr sammeln dürft.

Was braucht ihr beim Pilze sammeln und was ist dabei wichtig?

Einen großzügigen Korb oder Eimer mit Henkel und ein scharfes Küchenmesser genügen als Zubehör. Mit dem Messer könnt ihr die Pilze komfortabel abschneiden. Hier ein paar Tipps zum Pilze sammeln:

  • Abgeschnitten werden Pilze mit einem geraden Schnitt ein paar Zentimeter über dem Boden.
  • Sehen die Pilze schon älter aus oder noch sehr jung, solltet ihr sie stehen lassen.
  • Ist kein Messer griffbereit, lassen sich Pilze vorsichtig drehen und abnehmen.
  • Pilze nie in den Korb oder Eimer drücken. Sie müssen locker arrangiert werden, um das Pilzfleisch zu schützen.

Top Speisepilze im Überblick

 

Pfifferlinge

Sie fühlen sich in Nadel- und Laubwäldern wohl und wachsen gern im Moos. Unter Eichen, Buchen und Fichten stehen die Chancen fündig zu werden gut. Das Synonym „Eierschwamm“ geht auf die Farbe seines Hutes zurück, die häufig an Eidotter erinnert. Pfifferlinge zeichnen sich durch eine Trichterform, helles Fleisch und einen Duft nach Aprikosen aus.

Verwechslungsgefahr: Falscher Pfifferling!

 

Steinpilze

Diese Pilze kommen in Misch- und Nadelwäldern vor. Sie bevorzugen sandigen Boden. Erkennungsmerkmale sind die hohe Festigkeit (daher der Name), ein heller und bauchiger Stiel sowie ein üppiger Hut, der gewölbt ist und stolze 30 Zentimeter erreichen kann. Die Röhren (Trägerstruktur auf der Hutunterseite) sind erst weiß, färben sich später gelb bis olivgrün. Der Hut ist bei jungen Steinpilzen hell-, bei älteren Exemplaren dunkelbraun.

Verwechslung möglich: Gallenröhrling (nicht giftig, aber bitter)

 

Speise-Morchel

Diese würzigen Pilze wachsen an feuchten Stellen – Auwälder und Standorte in der Nähe von Wasser sowie unterhalb von Eschen sind typisch. Zudem haben sie ein ungewöhnliches Aussehen. Die Hüte sind nicht glatt, sondern weisen eine Art Waben auf, die unregelmäßig angeordnet sind. Der Fruchtkörper ist eierförmig, kann aber auch eher rundlich wirken. Die Farbe reicht von Dunkelbraun bis Grau-Gelb, die Größe der Pilze von drei bis 30 Zentimeter.

Verwechslungsgefahr: Frühjahrsmorchel (hochgiftig)!

 

Im zweiten Teil dieser Reihe folgen zwei weitere beliebte Pilze zum Sammeln und Tipps zur Zubereitung.

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