Neue Artikelreihe: Grillen mit Holz – Grundlagen von Buche bis Mesquite

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Vor einigen Tagen habe ich endlich meinen Grill angefeuert. Der Frühling zieht mich an den Grillrost und dabei kam mir die Idee für eine kleine Artikelserie zum Grillen mit Holz. Heute starten wir mit beliebten Holzsorten.

Laubholz wählen – kein Nadelholz!

Das Grillen mit Holz hat etwas Ursprüngliches an sich. Das Knacken der Holzscheite, die Flammen, der Geruch. Hier wird der Bezug zur Natur besonders deutlich. Wenn auch ihr dieses Jahr mit Holz Grillen wollt, solltet ihr euch vorher über die idealen Sorten informieren. Denn nicht alles, was brennt, eignet sich für den Grill.

Die wichtigste Grundregel lautet, Laubholz zu verwenden und kein Holz von Nadelbäumen. Kiefernholz ist zum Grillen beispielsweise ungeeignet. Das Problem ist der hohe Harzanteil, der bittere Aromen verursacht und den Geschmack des Grillguts regelrecht vernichten kann. Auch ölhaltige Sorten wie Eukalyptus oder Zeder nicht zum Grillen einsetzen. Es bestehen auch gesundheitliche Risiken.

Vorteilhafte Holzsorten – Buche, Birke und mehr

Die Auswahl von Grillholz ist groß. Welche Sorte verwendet wird, hängt unter anderem von der Region der Grillfans ab. Hierzulande ist beispielsweise Buchenholz beliebt. Aber auch das Holz von Birke, Erle, Walnuss, Apfel-, Kirsche- und Pfirsichbäumen. In Texas hingegen landen im Smoker unter anderem Eiche (Oak), Hickory und Mesquite.

  • Buche und Birke

Gespaltene Holzscheite der Buche mit maximal acht Zentimeter Dicke und 20 Zentimeter Länge eignen sich gut als Grillholz. Um eine starke Rauchbildung zu verhindern, muss das Holz gut abgelagert sein. Eine Restfeuchte von unter 20 Prozent ist wichtig! Das gilt nicht nur für diese Sorten.

Wer aus Thüringen oder Sachsen stammt, kennt außerdem das Birkenholz als Grillholz. Der traditionelle Mutzbraten (Schweinefleisch aus Kamm oder Schulter) gart im Birkenholzrauch. Birkenholz verleiht Grillgut einen intensiven Geschmack und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

  • Fruchthölzer, Erle und Co.

Fruchthölzer wie Apfel oder Kirsche machen sich gut im Smoker und sind mit leichter Süße im Aroma gefragte Sorten. Als Insider-Tipp wird zum Teil Wildkirschenholz gehandelt, unter anderem veredelt das milde Aroma Geflügel, Fisch und Kalb. Erle ist bislang eher die Minderheit. Gleiches gilt für Walnussholz, das sich prima für Wild und Rindfleisch eignet.

  • Eiche – von post oak bis Weißeiche

Bei Eichenholz ist es wichtig, dass man über die Eichenholzarten Bescheid weiß. Hier gibt es markante Unterschiede. Beispielsweise gilt das Holz der Pfahleiche (im Englischen post oak oder iron oak genannt) in den USA als Nonplusultra im Eichenholz-Universum. Der Baum wächst in den USA. Dieses Holz brennt weniger heiß wie Hickory und bringt ein süßliches Aroma hervor – nicht selten ist von einem Vanillegeschmack die Rede. Bei Weißeiche ist das Raumaroma weniger stark. In Mitteleuropa sind die Stiel- und Traubeneiche verbreitet – typische Weißeichen-Arten.

Im nächsten Beitrag geht es weiter mit Hickoryholz, Mesquite und ergänzenden Grundlagen zum Grillen mi Holz.

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