Möhre – Informatives zum beliebten Wurzelgemüse

Moehre

Die Möhre hat in meinem Blog bislang viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten. Deshalb heute von mir eine kleine Zusammenfassung mit zentralen Fakten und Tipps.

Ein Star bei den Deutschen!

Vor einigen Wochen gab es bei uns Muscheln nach rheinischer Art und bei diesem Gericht haben Möhren einen großen Auftritt. Immerhin bilden sie mit den dunklen Schalen der Muscheln einen tollen Kontrast und auch geschmacklich passt der Mix wunderbar. Dennoch geht die Möhre oft unter oder wird als Selbstverständlichkeit abgetan. Schade, schließlich handelt es sich um das zweitbeliebteste Gemüse der Deutschen. Noch populärer ist laut Daten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft nur die Tomate!

Gut zu wissen:

  • Möhren sind kalorienarm und ideal für schonende Kost.
  • Sie enthalten viel Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A), Ballaststoffe und Kalium.
  • Aber auch Kalzium, Magnesium, Eisen, Vitamin C und viele weitere Vitamine sowie Folsäure.

Ein Gemüse mit vielen Namen

Abhängig davon, wo man sich in der Bundesrepublik aufhält, wird die Daucus carota subsp. sativus anders genannt. Im Norden und Osten ist das Wurzelgemüse beispielsweise hauptsächlich als Möhre betitelt. In Niedersachen gilt sie oft als Wurzel und im Badischen Gelbe Rübe, besser gesagt Gelleriebe, Gälriwli oder Gellriebli sowie im Pfälzischen und Saarländischen Gäälriewe beziehungsweise Gelleriwe. Aber auch Mohrrübe soll vorkommen.

Strenggenommen, handelt es sich beim Wurzelgemüse Karotte, um eine Unterart der Möhre und einen Teil der Doldenblütlerfamilie

Viele Gesichter

Interessant ist auch die Farbe: Orange ist längst nicht die einzige Nuance der Möhre. Stattdessen gibt es viele Facetten und Entwicklungen, die sich erst im Laufe der Zeit ergeben haben:

  • Die ursprünglichen Karotten waren gelb, weiß, violett oder rot.
  • Erst im 17. Jahrhundert kam es in den Niederlanden zur Farbe Orange.
  • Mehr als 100 Sorten gibt es heute.
  • Inzwischen entdeckt der Verbraucher wieder vermehrt traditionelle Sorten.
  • Wer es gern typisch mag, ist mit der relativ neuen „Soletta“ gut bedient. Sie schmeckt klassisch und leicht süßlich nach Karotte und ist außen hellviolett.

Saison

Aktuell befinden wir uns in der Nebensaison, die von Januar bis Juni reicht. Dann folgt die Hauptsaison der Karotte bis Dezember. Da man sie wunderbar lagern kann, ist sie aber ganzjährig aus der Heimat zu haben. Die frühen Sorten werden meistens ab Juni im Bund inklusive Grünzeug angeboten. Das Grün ist perfekt für gesunde Smoothies!

Tipps für die Küche

  • In der Schale stecken viele Nährstoffe. Falls die Möhren nicht besonders schmutzig sind, einfach waschen und ungeschält verarbeiten.
  • Beim Lagern mögen es Karotten dunkel und kühl.
  • Frost mag das Wurzelgemüse nicht. Der Geschmack verändert sich dann negativ.
  • Möhren könnt ihr dünsten, kochen, schmoren, backen, raspeln, zu Smoothies verarbeiten, einlegen und blanchieren. Sogar auf dem Burger macht sie eine spitzen Figur! Vielfältiger geht es kaum.
  • Möhren sind frisch, wenn sie fest und knackig sind. Lassen sie sich biegen, sind die frischesten Tage vorbei : )

Rezeptideen für Möhren

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