Grillen mit Holz: Hickory, Mesquite und eine saubere Glut

Hickory

Im zweiten Teil zur Artikelreihe über das Grillen mit Holz folgen Informationen über die Holzsorten Hickory und Mesquite. Zudem gibt es praktische Tipps zum Anfeuern.

Hickory – vielfältig verwendbares Grillholz

Hickoryholz stammt von Bäumen aus der Familie der Walnussgewächse. Es bringt beim Verbrennen ein intensives Aroma mit sich, um Fleisch und Fisch zu veredeln. Weitere Vorzüge:

  • Hohe Brenndauer
  • Bildet kaum Funken
  • Erzeugt eine tolle Flamme – auch für Feuerschalen eine Überlegung wert.
  • Wächst in Nordamerika und Ostasien, wird aber auch in Europa angebaut.

Wie in meinem Beitrag mit Tipps zum Räuchern bereits erläutert, eignet sich Hickory für jedes Fleisch und jeden Fisch.

Mesquite – charakteristische Farbe

Mesquite-Holz hab ich selbst schon genutzt – mit meinem Ugly Drum Smoker. Auch diese Sorte bringt einige Vorteile mit sich:

  • Brennt gleichmäßig und erzeugt eine hohe Hitze sowie gute Kohlen.
  • Geschmack und Aroma am Grillgut können zwar nicht ganz mit Hickory mithalten, sind aber auch hier fantastisch.
  • Für viele eingefleischte Barbecue-Profis ist das Hartholz ein Must-have am Grill.
  • Die Optik von Mesquite-Holz ist unverwechselbar aufgrund der rötlichen Farbe.

Was ist beim Grillen mit Holz außerdem wichtig?

Neben der passenden Holzsorte ist der Zustand der Hölzer und der richtige Umgang damit entscheidend für ein sicheres Grillen mit Holz:

  • Sauber & trocken: Zum Grillen braucht ihr trockenes (nicht frisch!) und sauberes Grillholz – die Restfeuchte sollte maximal 20 Prozent betragen. Es darf weder Pilzbefall aufweisen noch sonstige Verschmutzungen. Auch chemische Behandlungen sind bei Grillholz tabu.
  • Scheitgröße: Auch die Maße der Holzscheite sind ausschlaggebend. Eine Länge von 20 Zentimeter und etwa fünf bis acht Zentimeter Stärke sind vorteilhaft für gleichmäßiges Abbrennen und eine gute Temperaturentwicklung.
  • Die Glut: Wollt ihr das Grillen mit Holz möglichst schadstoffarm gestalten, legt ihr das Grillgut erst auf den Rost, wenn das Holz abgebrannt und keine direkte Flamme mehr zu sehen ist. Für das Anzünden und Abbrennen solltet ihr etwa 45 Minuten einplanen. Gegrillt wird quasi über der Glut, nicht über Holzfeuer. Der Grund: Holz bindet Schadstoffe, die beim Verbrennen wieder freigesetzt werden. Unter anderem werden Stoffe wie Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid, Formaldehyd, Säuren und Teer freigesetzt. Wer direkt über Holzfeuer grillt, riskiert schadstoffbelastetes Grillgut und einen bitteren Beigeschmack. Grillt ihr über der Holzglut ist der Großteil der Schadstoffe verbrannt.

Im nächsten Beitrag geht es um das richtige Platzieren und Anzünden von Hickory und Co. sowie um passende Grills für Holzfeuer.

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